NAS (Network Attached Storage, Netzwerkfestplatte) - Anbindung

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NAS-Anbindung

Einleitung

Ein NAS (Network Attached Storage, Netzwerkfestplatte) kann als Medien-Laufwerk für die Reelbox genutzt werden. Sie können dabei das Laufwerk als Speicherort für Ihre Bilder, Aufnahmen, Videos und Musik nutzen und auch alle Aufzeichnungen der Reelbox direkt auf die NAS ablegen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten Ihre Netzwerkfestplatte auf der AVG einzubinden. Welche Sie davon auswählen sollten, ist natürlich abhängig davon, welches Protokoll Ihr NAS unterstützt. Wenn es mehrere unterstützt, ist NFS sicher vorzuziehen.

  • SMB-Protokoll
  • NFS-Protokoll
  • AFP (Apple Filing Protocol, wird in dieser Anleitung nicht näher beschrieben)


Anbindung über das SMB-Protokoll

Vorbereitungen am NAS:

Rufen Sie das Web-Interface Ihres NAS über einen Browser auf und konfigurieren sie folgendes:

  • SMB-Freigaben: Diese finden Sie meist unter den Systemeinstellungen des NAS. Hier müssen Sie einen Zugriffsberechtigten („User“) mit einem zugehörigen Passwort anlegen. Bitte achten Sie darauf, dass der User Schreib- und Leseberechtigung hat.
  • Nach dem Anlegen eines Users müssen Sie dem User ein „Verzeichnis“ auf dem NAS zuordnen und dieses damit freigeben. Meist sind Verzeichnisse bereits auf dem NAS angelegt und sie können eines (z.B. „public“ dem User zuordnen.

Einbindung des SMB-Netzlaufwerkes auf der AVG

SMB-Einbindung auf der AVG
  • Setup > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen: Hier führen Sie nun mit der roten Taste “Suche“ eine Netzwerksuche aus. Nach kurzer Zeit erscheint die IP-Adresse Ihres NAS. Diese wählen Sie aus und drücken die Taste „o.k.“. Es werden nun die freigegebenen Verzeichnisse angezeigt. Bitte das gewünschte auswählen und wieder mit „o.k.“ bestätigen. Es öffnet sich eine Eingabemaske, auf der Sie einen „Anzeigenahmen“ frei wählen können und über die blaue Taste „Experten“ auch die Einbindung in die Medienverzeichnisse der AVG auswählen können (siehe Screenshot !). Geben Sie nun den Benutzernamen und das Passwort, welches Sie zuvor im Webinterface des NAS festgelegt haben, ein. Dann mit „o.k.“ bestätigen.
  • Nach der Bestätigung erscheint im OSD-Display (meist) die Frage: „Wollen Sie das Laufwerk als Standard-Aufnahmeverzeichnis der AVG auswählen?“. Dies bestätigen Sie, wenn gewollt, mit der o.k. Taste, oder drücken die Taste „Exit“ für die Ablehnung.
  • Beenden Sie nun die Netzwerkmaske und rufen Sie sie erneut auf: Setup > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen.
    Haken.jpg
    Nun muss, bei korrekt erfolgter Einbindung, ein grüner Haken vor der IP-Adresse des NAS erscheinen. Ist auch noch ein roter Punkt davor, so haben Sie das Laufwerk auch als Standard-Aufnahme-Verzeichnis (s.o.) festgelegt.


Das Laufwerk erscheint nun auch (sofern ein Film im vdr-Format auf enthalten ist) im Aufnahmeverzeichnis der AVG (rote Taste „A“) und Filme können von Ihr abgespielt werden.

Anbindung über das NFS-Protokoll

Vorbereitungen am NAS:

Rufen Sie das Web-Interface Ihres NAS über einen Browser auf und konfigurieren sie folgendes:

  • NFS-Freigaben: Diese finden Sie meist unter den Systemeinstellungen des NAS. Hier müssen Sie eine Zugriffsberechtigung für eine oder mehrere IP-Adressen festlegen. Die IP-Adresse der AVG müssen Sie also hier einbinden und freigeben.
  • Nach dem Freigeben der IP-Adresse der AVG müssen Sie die Einstellungen übernehmen und abspeichern, dann das NAS „rebooten“.
  • Bitte beachten Sie, dass bei einigen NAS auch eine generelle „NFS-Freigabe“ aktiviert werden muss (zusätzlich zu der NFS-Verzeichnis-Freigabe)

Einbindung des NFS-Netzlaufwerkes auf der AVG

NFS-Einbindung auf der AVG
  • Setup > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen: Hier führen Sie nun mit der roten Taste “Suche“ eine Netzwerksuche aus. Nach kurzer Zeit erscheint die IP-Adresse Ihres NAS. Diese wählen Sie aus und drücken die Taste „o.k.“. Diese wählen Sie aus und drücken die Taste „o.k.“. Es werden nun die freigegebenen Verzeichnisse angezeigt. Bitte das gewünschte auswählen und wieder mit „o.k.“ bestätigen. Es öffnet sich eine Eingabemaske, auf der Sie einen „Anzeigenahmen“ frei wählen können und über die blaue Taste „Experten“ auch die Einbindung in die Medienverzeichnisse der AVG auswählen können (siehe Screenshot !). Dann mit „o.k.“ bestätigen.
  • Nach der Bestätigung erscheint im OSD-Display (meist) die Frage: „Wollen Sie das Laufwerk als Standard-Aufnahmeverzeichnis der AVG auswählen?“. Dies bestätigen Sie, wenn gewollt, mit der o.k. Taste, oder drücken die Taste „Exit“ für die Ablehnung.
  • Beenden Sie nun die Netzwerkmaske und rufen Sie sie erneut auf: Setup > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen.
    Haken.jpg
    Nun muss, bei korrekt erfolgter Einbindung, ein grüner Haken vor der IP-Adresse des NAS erscheinen. Ist auch noch ein roter Punkt davor, so haben Sie das Laufwerk auch als Standard-Aufnahme-Verzeichnis (s.o.) festgelegt.


Das Laufwerk erscheint nun auch (sofern ein Film im vdr-Format auf enthalten ist) im Aufnahmeverzeichnis der AVG (rote Taste „A“) und Filme können von Ihr abgespielt werden.

Das eingebundene NAS als generelles Medienverzeichnis der AVG festlegen

Wenn noch nicht beim einbinden erfolgt (s.o.), können Sie auch nach der Einbindung des NAS das generelle Aufnahmeverzeichnis auf die NAS setzen. Sie können aber auch das generelle Aufnahmeverzeichnis der AVG auf der internen Festplatte belassen, und Suchtimer und EPG-Aufnahmen trotzdem auf die NAS durchführen lassen: Eine Anleitung hierfür finden Sie hier: Aufnehmen direkt auf NAS oder Festplatte:Reelbox Avantgarde

Troubleshooting

Obwohl das Netzlaufwerk korrekt eingebunden ist, erscheint es nicht in der Recordings-Liste (Aufnahmeverzeichnis) der AVG

Das Verzeichnis enthält wahrscheinlich keine VDR-Aufnahmen (Aufzeichnungen der Reelbox). Verzeichnisse ohne VDR-Aufnahmen werden nicht angezeigt. Sie können das Verzeichnis sichtbar machen, in dem Sie Aufnahmen auf das NAS-Verzeichnis aufnehmen oder eine vorhandene Aufnahme in das Verzeichnis verschieben: Dazu das Aufnahmeverzeichnis (rote Taste "A" auf der Fernbedienung) aufrufen und eine vorhandene Aufnahme z.B. der internen Festplatte markieren. Blaue Taste "Funktionen" drücken und den Menu-Punkt "Aufnahme verschieben" auswählen. Es erscheint nun eine Auswahl an Verzeichnissen, auf die die Aufnahme verschoben werden kann. Darunter ist auch das neu angelegte NAS-Verzeichnis. Nun das NAS-Verzeichnis auswählen und das Verschieben mit der grünen Taste beginnen. Nach Abschluss des VErschiebevorgangs wird nun auch das NAS-Verzeichnis im Recordings-Verzeichnis der AVG angezeigt.

Die IP-Adresse des NAS wird bei der Suche über die AVG nicht angezeigt

Das liegt meistens an der fehlenden Freigabe der SMB- bzw. NFS-Funktion auf dem NAS-Server. Bitte rufen Sie das Webinterface des NAS auf und suchen sie nach Einstellungsmöglichkeiten für SMB- bzw- NFS. Es kann vorkommen, das neben einer Freigabe der Netzwerkdienste für die Verzeichnisse auch eine generelle Aktivierung der SMB- und NFS-Funktion erfolgen muss.

Nach Einbindungsversuch des NAS über die AVG erscheint kein "grüner Haken" vor dem angezeigten Netzlaufwerk

Wenn kein "grüner Haken" (s. Screenshots in der Anleitung) vor dem Netzlaufwerk in der Maske "Setup > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen" erscheint, ist die Netwerkfestplatte nicht korrekt eingebunden. Das liegt meistens an der fehlenden Freigabe der SMB- bzw. NFS-Funktion auf dem NAS-Server. Bitte rufen Sie das Webinterface des NAS auf und suchen sie nach Einstellungsmöglichkeiten für SMB- bzw- NFS. Es kann vorkommen, das neben einer Freigabe der Netzwerkdienste für die Verzeichnisse auch eine generelle Aktivierung der SMB- und NFS-Funktion erfolgen muss.
Bei SMB-Netzwerkanbindung kann auch die falsche Angabe von Benutzernamen und Passwort zu diesem Fehler führen: Bitte überprüfen Sie die Angaben und achten Sie auch auf Klein- bzw. Groß-Schreibung.
Ebenso ist eine häufige Fehlerquelle die fehlende Freigabe von Verzeichnissen auf dem NAS-Server. Achten Sie im Webinterface des NAS darauf, dass Sie den angelegten Benutzern auch ein Verzeichnis zuordnen.

Eine erstellte Netzwerkverbindung verschwindet während der Neuanmeldung eines Clients auf allen übrigen Clients

Dieses Problem ist in der neusten Software Version (ab Ubuntu 10.04, VDR 1.7) behoben uns tritt nicht mehr auf.

Hier noch mal in der Zusammenfassung der Lösungsweg für eine dauerhafte und permanente Anbindung eines NAS auf allen Clients: Beim Setzen der Freigabe (>Setup > Einstellungen > Netzwerkeinstellungen > Netzwerkverbindungen) muss der „Angezeigte Name“ auf allen Clients unterschiedlich sein. Es empfiehlt sich, da Unterstriche im OSD nicht angezeigt werden, die Verzeichnisnahmen („Angezeigter Name“) mit einer unterschiedlichen Anzahl an Unterstrichen abzuändern.

Beispiel:

  • AVG: movies
  • Netclient 1: movies_
  • Netclient 2: movies__
  • Netclient 3: movies___

Nun werden, bei einer Neuanmeldung eines Clients, die Verzeichnisse nicht mehr zugunsten des zuletzt gestarteten Clients gelöscht, sondern bleiben permanent eingebunden. Die Verzeichnisnamen werden im OSD auf allen Clients als "movies" ausgewiesen, da Unterstriche nicht im OSD dargestellt werden.