KDE-Desktop der AVG über Remote-Desktop Software nutzen

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Screenshot: KDE-Desktop der ReelBox Avantgarde

Einführung

Die ReelBox Avantgarde (AVG) ist ein vollwertiger Computer. Über den KDE-Desktop können Sie Funktionen und Anwendungen wie Internetbrowser, Office-Programme, Amorak-Player und vieles mehr betreiben. Die „Computerfunktionen“ der Avantgarde werden Ihnen, wie bei jedem anderen PC auch, nach Anschluss einer Tastatur, einer Maus und eines Monitors zugänglich. Wem dies zu aufwendig ist, der kann über den Fernzugriff über sogenannte Remote-Desktop-Software per Laptop oder einen anderen PC im Netzwerk auf den KDE-Desktop der Avantgard zugreifen.

Remote-Zugriff per NX-Client (NX NoMachine)

Der NX-Client ist ein kostenloses Programm für den Fernzugriff auf einen Computer. Der NX-Server ist bereits auf der Avantgarde installiert und somit lässt sich, ohne Direktanschluss von Tastatur und Maus an der Avantgarde, von einem PC aus der KDE-Desktop der Avantgarde anzeigen und nutzen.

Vorgehensweise:

Nutzung aus dem Heimnetzwerk

Zunächst muss der NX-Client auf dem PC (Notebook), von dem aus ihr auf die AVG zugreifen wollt, installiert werden. Es gibt Versionen des NX für Windows, Linux und Solaris.

Das kostenlose Programm lässt sich hier herunterladen: http://www.nomachine.com/download.php

Nach Start des Clients erscheinen die Konfigurationsmöglichkeiten. Hier müsst Ihr nun die IP-Adresse der AVG angeben (z.B. 192.254.267.20). Ihr könnt Euch nur als User „reel“ anmelden (der NX-Server ist nur für diesen User vorinstalliert). Passwort: „reel“ (wenn nicht von Euch abgeändert).

Nutzung vom Internet aus

Hierzu muss man eine DynDNS-Adresse (z.B. kostenlos erhältlich bei DYNDNS.org) haben, um auf die AVG zugreifen zu können.

Bei Fernzugriff ist eine Portfreischaltung im Router der AVG notwendig. Eine Anleitung hierfür finden Sie hier: Portfreigaben für den Internetzugriff auf die Reelbox Avantgarde
Bitte beachtet hierbei auch die Sicherheitsfrage: Abänderung der Reelbox Passworte - Anleitung

Für den Fernzugriff müssen Sie dann folgende Adresse in den NX-Client eingeben (der Port 22 ist voreingestellt): <DYNDNS-Adresse>, Beispiel: jaeger.dyndnns.org

Nutzung der selben KDE-Oberfläche Remote und über VGA

(Danke an schlue!)
In der obigen Beschreibung wird bei Aufruf des NX-Client eine neue Session auf der KDE-Oberfläche gestartet. Dies enstpricht nicht der Session der KDE-Oberfläche, welche über das VGA-Kabel der ReelBox Avantgarde ausgegeben wird.

Vorbereitung:
Bevor mit NXClient auf eine gespiegelte Session zugegriffen werden kann, muss die NX Server Konfigurations Datei ( zu finden unter /usr/NX/etc/server.cfg ) angepasst werden. Hierzu als Benutzer root anmelden und einen Editor starten z.B. kate. Als Benutzer reel muss der Editor mit Superuser Rechten gestartet werden ( kdesudo kate ). In der Konfigurationsdatei muessen folgende Zeilen angepasst werden:

Aus Zeile ... ... wird Zeile
#EnableFullDesktopSharing = "0" EnableFullDesktopSharing = "1"
#EnableAdministratorDesktopSharing = "0" EnableAdministratorDesktopSharing = "1"
#EnableSystemDesktopSharingAuthorization = "1" EnableSystemDesktopSharingAuthorization = "0"

Verbinden:

  • Starten von NX Client
  • Eingabe des Login Benutzers ( hier reel )
Schlue-1.png
  • Betaetigen des Configure Knopfes
  • Im Konfigurationsfenster:
 Namen der Reelbox im Netz od. die IP ( hier 192.168.0.1.XXX ) und
 ssh Port# ( Standard Port 22 ) eingeben
 Unter Desktop ‚Shadow‘ auswaehlen
 Display: ‚As on Server‘ od. entpsr. Aufloesung waehlen
 abschliessend mit OK bestaetigen od. Konfiguration mit ‚Save‘ fuer spaeter sichern
Schlue-2.png
  • Nun das Passwort eingeben u. den Login Knopf betaetigen:
Schlue-3.png
  • Die Session auswaehlen

Im erscheinenden Dialog die entsprechende Session auswaehlen:

Schlue-4.png

Anschliessend Attach betaetigen.


Es erscheint der KDE ( Display 0 ) der Reelbox. Noch schnell anmelden:

Schlue-5.png



Remotezugriff über den VNC (Virtual Network Client)

Dies ist eine weitere Möglichkeit den KDE-Desktop zu bedienen. Nachteil ist jedoch, dass der VNC-Server erst auf der AVG installiert werden muss. Anleitung zur Installation und Inbetriebnahme des VNC Virtual Network Computing, kurz VNC, ist eine Software, die den Bildschirminhalt eines entfernten Rechners (Server) auf einem lokalen Rechner (Client) anzeigt und im Gegenzug Tastatur- und Mausbewegungen des lokalen Rechners an den entfernten Rechner sendet. Damit kann man auf einem entfernten Rechner arbeiten, als säße man direkt davor. VNC implementiert das Remote Framebuffer Protocol und ist damit, im Gegensatz zu anderer Fernwartungssoftware, plattformunabhängig benutzbar.

Tightvnc ist eine Weiterentwicklung des VNC. Dieses Programm lässt sich auf der AVG installieren und somit, ohne Direktanschluss von Tastatur und Maus an der AVG, von einem PC aus der KDE-Desktop der AVG anzeigen und nutzen.

Installation AVG

Z.B. mit PuTTY oder dem ReelBox Control Center (RCC - Telnet) auf die AVG verbinden und an der Eingabeaufforderung eingeben:

  sudo apt-get install tightvncserver

danach muß man im Verzeichnis /etc/ die Datei "vnc.conf" anlegen. Im RCC z.B. durch Drücken der rechten Maustaste und Auswahl von "neue Datei anlegen". Dann die Datei öffnen und folgende Ziffern und Buchstaben in die erste Zeile schreiben:

  $vncStartup = "/etc/X11/Xsession"

dann tightvncserver starten durch Eingabe des folgenden Befehls in der Konsole oder dem Telnet (und Enter drücken):

  tightvncserver 

es erfolgt die Abfrage zur Vergabe eines Passwortes. Hier bitte gewünschtes Passwort eingeben und gut merken.

Start des Tightvnc-Servers auf der AVG

Script zur automatischen Ausführung des VNC auf der AVG

Der Tightvncserver muss bei jedem Neustart der AVG neu gestartet werden. Komforatbler ist es, dies automatisch per Script durchzuführen: Vorgehen: Um den VNC-Server bei jedem Booten des Rechners mitzustarten, empfiehlt sich die Erstellung eines Skripts, das nach /etc/init.d/ gespeichert wird. Dazu mit Root-Rechten einen Editor [4] öffnen und dieses Skript, eine abgewandelte Version von dieser Seite, unter /etc/init.d/vncserver abspeichern.

Die Variable VNC_USER bestimmt den auszuführenden User, HOME bestimmt unter welchem Verzeichnis die Konfiguration und Logs des VNC-Servers gespeichert werden und FOO_ID bestimmt die Terminal-ID des VNC-Servers. Diese Variablen müssen den eigenen Wünschen entsprechend noch angepasst werden.

Das Skript benötigt bevor es genutzt werden kann noch die richtigen Rechte. Bitte folgende Befehle in die Konsole eingeben: Code:

    sudo chown root:root /etc/init.d/vncserver
    sudo chmod 0755 /etc/init.d/vncserver

Damit der VNC-Server auch wirklich bei jedem Systemstart geladen und bei jedem Shutdown ordentlich heruntergefahren wird, muss das Skript mit

     sudo update-rc.d vncserver defaults

den Runlevels zugewiesen werden.

Bereits vorkonfiguriertes Script

Hier können Sie ein bereits vorkonfiguriertes Scipt herunterladen: Script für die automatische Einbindung des VNC-Server
Dann muss man aber noch die txt-Endung entfernen bzw. den Inhalt kopieren ...

Installation VNC-Viewer auf einem Windows-PC

Kostenloser Download: http://www.realvnc.com/vnc/index.html

Nutzung im Heimnetzwerk

Den VNC-Viewer auf dem Windows-PC starten und folgendes eingeben:

  <IP-Adresse der AVG>:1 

z.B. 192.165.273.20:1

Nutzung vom Internet aus

Hierzu muss man eine DynDNS-Adresse (z.B. erhältlich bei DYNDNS.org) haben, um auf die AVG zugreifen zu können. Dann muss eine Portfreigabe für den Router der AVG erfolgen:

   * Freigabe des Port 5901 und 5801 (TCP)
   * Eingabe folgender Adresse im VNC-Viewer: <DYNDNS-Adresse>:5901, Beispiel: jaeger.dyndnns.org:5901



Verwandte Links: KDE über iPad/iPhone/Android-Smartphones nutzen