Alternative Festplattenausstattungen

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Es ist generell möglich eine Vielzahl unterschiedlicher Festplatten-Hardware in der ReelBox Avantgarde zu verwenden.

Nach dem darauf folgenden Installations-Assistenten ist es bei Festplatten die Größer als 320GB sind notwendig, die Aufnahmepartition zu vergrößern, damit auch der komplette Platz genutzt wird.

Eine Installation mittels Factory Medium ist nur auf einen Datenträger mit mind. 320 GB Speicherkapazität möglich,

wenn Sie alternative Datenspeicher in Erwägung ziehen, verwenden Sie zur Grundinstallation gängige 'Image'-Tools zum 'clonen' der installierten Partitionen einer 320GB HDD.


Die Partitionsvergrößerung direkt unterstützter Modelle erfolgt unter dem Menüpunkt SETUP->Videorekorder->Festplatte/Medienlaufwerk durch das drücken der gelben C Taste nach der Auswahl der betreffenden Partition.

Wir haben bereits folgende Festplatten geprüft:

Hersteller Modell Handelsbezeichnung Menü-Installation (Aufnahme-Zeit*) Tester Bemerkung ReelBox OS Kapazität
Samsung HD154UI Samsung Spinpoint F2 ECOGREEN HD154UI 1,5TB 8,9 cm (3,5 Zoll) Festplatte (5400RPM, 32MB Cache) OK (ca. 916 Stunden*) RMM - 10.8.2 1.5 TB
Seagate ST32000542AS Seagate ST32000542AS Barracuda LP Festplatte 2000.0GB S-ATAII / 300 32.0 MB OK (ca. 1224 Stunden*) RMM - 10.8.2 2 TB
Western Digital WD20EVDS AV-GP Western Digital WD20EVDS OK (ca. 1224 Stunden*) Anwender Rückmeldung - 10.8.2 2 TB
Western Digital WD3200AAJS-0 Western Digital WD3200AAJS Caviar Blue 320GB SATA II OK RMM Werksausstattung Series I 10.8.2 320 GB
Western Digital WD20EARS-00S8B1 Western Digital Caviar Green SATA II 2TB (WD20EARS) OK (ca. 1224 Stunden*) RMM 10.8.2 2 TB
Beispiel ZZ BLAHFASEL338487836 Beispiel NurEinBeispiel 320 GB Nein RMM lauffähig, muss aber mit Hilfe von gparted eingerichtet werden 10.8.2 320 GB


Beachten Sie hierbei bitte, dass durch Änderungen der Firmware des Festplattenherstellers die o.a. Auflistung nicht immer zwingend zutreffend ist, jedoch sollte es einen guten Anhaltspunkt zur Auswahl Ihrer Wunschspeicherlösung geben können.

*=durchschnittliche Angaben bezogen auf SDTV. HDTV Aufnahmen benötigen aufgrund der Datenmenge erheblich mehr Speicherplatz.


Bitte verwenden Sie keine Festplatten mit einer Sektorgröße von 4Kb (alle HDDs die > 2TB sind), da diese nicht automatisch partitioniert werden können. Sollte eine derartige Festplatte eingesetzt werden müssen, muss auch die Installation 'per Hand' erfolgen.

Als Beispiel hierzu ein Beitrag des Anwenders der die Einrichtung einer 3TB Hitachi HDS723030ALA640 innerhalb des Testing-Zweigs der Betriebssoftware.

Ich habe in meine AVG II eine Hitachi HDS723030ALA640 mit 3TB eingebaut.
Dazu muss ein GUID Partition Table (GPT) angelegt werden, damit man die volle Größe der Platte nutzen kann.

Hier der Ablauf, wie's bei mir funktioniert hat (was nichts darüber sagt, ob's bei jemand anderen
auch funktioniert. Im Zweifel bleibenlassen).

Vermutlich geht's auch eleganter, aber so ästethisch motiviert war ich da nicht...

Mal schauen, ob ich noch alles hinbekomme:

1) Neue Hitachi HD eingebaut
2) ISO File geholt: http://download.reelbox.org/software/ReelBox/testing/ReelBox-11.00beta3-factory.iso
3) ReelBox-11.00beta3-factory.iso mit UNetbootin auf USB Stick installiert
4) AVG von USB gebootet und factory install durchgeführt
5) USB Stick raus, reboot
6) Grundkonfiguration durchgeführt (bei mir im Wesentlichen Netzwerk konfiguriert)
7) Auf der KDE Oberfläche angemeldet, Console geöffnet und root geworden
8) # apt-get install gdisk
9) # gdisk /dev/sda
10) mit "w" neue GPT Tabelle geschrieben
11) # parted /dev/sda
12) (parted) toggle 2 bios_grub
13) (parted) quit
14) # update-grub
15) # grub-install --recheck /dev/sda
16) # reboot

So, jetzt bootete das gute Stück schon mal mit GPT.
Jetzt noch die /dev/sda4 vergrößern. Das gibt's sicher auch viele Möglichkeiten.
Ich hab's so gemacht (quasi alte Schule):

17) Ubuntu 10.04 ISO File geholt: ubuntu-10.04.3-desktop-i386.iso
18) ISO per UNetbootin auf USB Stick
19) AVG per USB Stick gebootet
20) Live System gestartet
21) console gestartet, root geworden,
22) # mkdir /media/sda4
23) # mount /dev/sda4 /media/sda4

Jetzt habe ich ein .tgz von sda4 angelegt. Das ist nicht so groß und kann auf sda1
oder dem USB Stick zwischengespeichert werden. Mein Stick war groß genug, daher...

24) # cd /media/sda4
25) # tar czf ../sda4.tgz .
26) # cd ..
27) # umount /dev/sda4
28) # parted /dev/sda

sda4 löschen und neu (und vor allem größer) anlegen:

29) (parted) rm 4
30) (parted) mkpart
Partitionsname? []? hd
Dateisystemtyp? [ext2]? jfs
Anfang? 15,5GB
Ende? 3001GB
usw.
(parted) quit
31) # mkfs.jfs /dev/sda4
32) # mount /dev/sda4 /media/sda4
33) # cd /media/sda4
34) # tar xzf ../sda4.tgz
35) # cd ..
36) # umount /dev/sda4
37) # reboot
38) stick raus, AVG normal booten

Fertig.

Partitionstabelle danach:
# parted /dev/sda
GNU Parted 2.2
Verwende /dev/sda
Willkommen zu GNU Parted! Geben Sie 'help' ein, um eine Liste der verfügbaren Kommados zu erhalten.
(parted) print
Modell: ATA Hitachi HDS72303 (scsi)
Festplatte /dev/sda: 3001GB
Sektorgröße (logisch/physisch): 512B/512B
Partitionstabelle: gpt

Nummer Anfang Ende Größe Dateisystem Name Flags
1 32,3kB 14,0GB 14,0GB ext4 Linux/Windows data
2 14,0GB 14,0GB 8225kB Linux/Windows data bios_grub
3 14,0GB 15,5GB 1497MB linux-swap(v1) Linux swap
4 15,5GB 3001GB 2985GB jfs jfs

Habe noch keine Langzeit Erfahrung und werde auch noch lange viel Platz haben.